Eine Politik des Zusammen.

Frauen in Deutschland sind noch immer in vielen gesellschaftlichen und beruflichen Bereichen in Deutschland unterrepräsentiert. Auch in der Politik. Das muss sich ändern. Frauen stellen in den Care-Berufen die Mehrheit. Gleichzeitig tragen sie noch immer die Hauptlast bei der Arbeit im familiären Umfeld.

Damit kommen sie im Durchschnitt auf weit mehr Arbeitsstunden pro Woche als unsere Männer. Sorry, Jungs. Ganz aktuell in der Corona-Krise hat sich wieder deutlich gezeigt, dass es oftmals die Frauen sind, die Systeme, Familien und Gesellschaften zusammenhalten.

Das bedeutet natürlich nicht, dass Frauen per se die besseren Menschen sind. Aber es bedeutet, dass gerade in der Politik ein ausgewogenes Verhältnis notwendig ist, welches ein reales Abbild der Gesellschaft darstellt. Nur so können wir Politik machen, die die ganze Bandbreite unserer Gesellschaft wahrnimmt und unterstützt.

Mut machen.

Ich möchte allen Frauen Mut machen, sich an der Gestaltung von Politik und Gesellschaft aktiv zu beteiligen. Ich möchte, dass es künftig für jede Frau, die will, möglich ist, Kinder und Familie, Beruf und Ehrenamt unter einen Hut zu kriegen. Und ich hoffe, dass ich für dieses Anliegen auch die Unterstützung der Männer gewinnen kann. Dass sie ihren Frauen den Rücken freihalten, wenn’s drauf ankommt.

Hier muss sich tatsächlich noch Einiges ändern: Um politische Beteiligung für Frauen zugänglicher zu machen, müssen wir Sitzungszeiten anpassen und alternative Beteiligungsformen entwickeln, brauchen wir vielschichtige – auch digitale – Mitmach-Angebote. Und ganz klar, noch immer sind wir längst nicht am Ziel, dass wir familienfreundliche, flexible Arbeitszeitmodelle flächendeckend in unserem Land haben. Auch in diesem Bereich gibt es weiterhin eine Menge zu tun.